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Dienstag, 22. November 2016

Der kleine Ampfi



Hallo, ich bins. Der kleine Ampfi. Wie ihr sicher schon am Namen erkennen könnt, bin ich noch ein ganz junger Ampfer.
Später mal, wenn ich groß bin, dann gehöre ich zur Familie der Stumpfblättrigen Ampfer. Zu meinen Freunden gehören der Krause Ampfer, der Sauerampfer und noch viele mehr.


Uns geht es richtig gut. Wir alle wachsen auf einer wunderbar sonnigen Wiese vom Bauern Franz und blicken hinunter auf den Forggensee, die Berge und die Königsschlösser.
Ab und zu kommen die Kühe vom Bauern vorbei. Im Sommer sind die jeden Tag auf unserer Weide und fressen sich satt. Ich muss zugeben, ich hab hin und wieder schon Muffensausen, wenn sich eine Kuh mit ihrer langen Zunge zu mir hinunterbückt. Dann wird es ganz finster und ich höre die Kaugeräusche der Kuh. Oh, ich kann euch sagen: Das ist gruslig.
Von meinen Eltern habe ich aber erfahren, dass ich mich aber nicht fürchten brauche. Die Natur hat uns Ampfern eine Säure geschenkt, die in unseren Blättern versteckt ist. Diese heißt Oxalsäure. Sie  schmeckt eklig, hat Papa gesagt. Das wissen die Kühe, und sie fressen in einem großen Bogen um uns herum. Ach bin ich froh, dass das so ist.
Eigentlich führe ich ein sorgenfreies Leben. Mit meiner langen Pfahlwurzel bohre ich mich tief in den Boden, und ziehe aus den verschiedenen Bodenschichten die Nährstoffe, die ich zum Wachsen brauche. Wenn es im Sommer mal so richtig trocken ist, dann finde ich dort unten noch immer genug Wasser. Wenn die Gräser um mich herum schon die Flügel hängen lassen, dann geht es mir noch prächtig.
Ich muss allerdings zugeben, dass mein Leben auch Schattenseiten hat. Wenn der Bauer Franz seine Kühe von der Weide holt, dann höre ich ihn oft vor sich hinmurmeln:
„Die Scheißblecken, die werden auch immer mehr!“
( Das Wort Scheißblecke ist ein original Allgäuer Ausdruck und bedeutet: Ampfer)
Das gibt mir dann zum Denken: Was der Bauer wohl vor hat? Meine Eltern hatten mal getuschelt: „Wir Ampfer seien Platzräuber, und nehmen den Bauern wertvollen Platz für Futtergräser weg. Auch sei unser Futterwert ganz gering. Deshalb sind wir Ampfer wohl nicht so beliebt.“
Von meinem Aussichtshügel konnte ich schon beobachten, wie andere Bauern mit Traktor, Spritzfaß und langen Schläuchen auf den Wiesen herumgefahren sind, und meine Kollegen besprüht haben. Die sind dann eingegangen, meine Kumpel.
Zum Glück ist er Biobauer, unser Franz. Der macht so was nicht.
Er hat aber eine andere Methode, der Franz. Der Franz ist ein schlaues Kerlchen. Der hat sich viele ganz komische Gabeln gekauft. Die haben nur zwei Zinken und sind ganz stabil. Aus der Ferne konnte ich sehen, wie er damit in den Boden sticht, und die Ampfer heraushebelt.
Das scheint aber eine beschwerliche Arbeit zu sein, denn schon nach einer Stunde war Franz wieder verschwunden. Entweder hatte er Kreuzweh, oder einfach keine Lust mehr.
Eines Tages rückte Franz mit dem Traktor, einem Wagen und  einer ganzen Schar voller Leute an. Der Sprache nach waren das wohl seine Feriengäste. Eltern, Kinder, sogar eine Frau mit Rollstuhl war dabei. Mir wurde ganz schummrig.


Das macht so richtig Spaß auf dem Bauernhof mitzuhelfen.

Die Leute schienen hoch begeistert zu sein, auf jeden Fall waren sie ausgeruht. Alle liefen kreuz und quer um mich herum, und bohrten im Boden. Die Kinder riefen: „Ich hab die längste Wurzel – nein ich….“ So ging das den ganzen Nachmittag. Ich duckte mich so gut es ging, und ich muss zugeben: ich hatte Glück. Keiner hat mich gefunden.
Die lärmende Truppe ist an mir vorbeigezogen. Später, als es schon dämmerte, kam Irmi, die Bäuerin, und brachte den Gästen was zu Essen und zu Trinken. Die machten dann alle Picknick im Gras und brüsteten sich, wer denn nun die längste Ampfer- Wurzel aus dem Boden gezogen hat.

Ich war in dem Moment einfach nur froh, dass die mich übersehen hatten.

Nun ja, der Herbst ist vorüber, die Kühe sind im Stall, und der Bauer Franz denkt jetzt auch nicht mehr an seine Ampfer. Vielleicht nächstes Jahr wieder.
Die Kinder sind stolz auf die längste Ampferwurzel
Und wenn die Truppe wieder auftauchen sollte, dann weiß ich mir ja zu helfen: dann duck ich mich einfach wieder…..

Seid lieb gegrüßt von mir,

Euer Ampfi vom

Berghof Kinker

Kühe auf der Weide im November

Montag, 26. Oktober 2015

Die Kuhpatenschaft, ein besonderes Geschenk


Nimm doch Teil am Leben einer Kuh


Hast du schon mal etwas von einer Kuhpatenschaft gehört? 
Wenn nicht, dann wird es Zeit, dass ich dir das mal erkläre.

Patenschaften kann man ja für alles Mögliche übernehmen. Am Bekanntesten dürften Zootiere sein. Aber für eine Kuh auf einem Bauernhof? Gibt es das?
Ja, das gibt´s .  Und zwar über die www.andechser-molkerei.de


Die Andechser Molkerei ist eine bekannte  Bio Molkerei. Über 600 Milchbauern liefern die Milch ihrer Kühe dort an. 
Seit jeher besteht eine enge Beziehung zwischen den Bauern mit ihren Kühen und der Molkerei. Das Thema Rückverfolgbarkeit bis zum Ursprung wird in Andechs groß geschrieben. Du möchtest doch auch gerne wissen, woher das Produkt kommt, und wie es hergestellt wird. 
Aus diesem Anspruch heraus entstand die Idee der Kuhpatenschaft.

Pate sein, das heißt ein Jahr lang am Leben der Kuh teilzuhaben. Hinter die Kulissen zu blicken, zu erfahren wie es der Kuh geht, wann sie im Frühjahr auf die Weide kommt, wann sie ein Kälbchen erwartet, welche Eigenheiten die Kuh hat.
Im Newsletter aus Andechs gibt es  Informationen warum z.B. die Kuh jährlich ein Kalb bekommen sollte, was sie frißt, wieviel Milch sie gibt, und wie sie mit der Zeitumstellung zurecht kommt.
Von den Informationen wird man aber nicht satt: Deshalb erhälst du als Pate zweimal im Lauf des Jahres ein Überraschungspaket mit leckeren Milchprodukten zu dir  nach Hause geliefert. An einer  Molkereibesichtigung kannst du auch teilnehmen. 

Eine Kuhpatenschaft kannst du für dich selber abschließen, oder als ungewöhnliche Überraschung jemandem aus deinem Freundeskreis schenken.
Jetzt möchtest du sicher noch wissen, wie teuer die Patenschaft ist. 
Eine Patenschaft kostet 96 € im Jahr. Ein Drittel davon erhält der Landwirt für seine Bemühungen. Er muss ja von den Ereignissen auf dem Hof berichten, Fotos machen, und wenn du nach Anmeldung deine Kuh besuchen möchtest, dann nimmt er sich auch Zeit für dich und deine Fragen.


Auf der webseite www.kuhpatenschaft.de findest du eine Auswahl an Kühen, ganz nach deinem Geschmack.




Unsere Patenkuh "Sarah" wurde übrigens von den Lesern der Zeitschrift www.lecker.de als schönste Kuh gekürt. Das Besondere an Sarah sind die langen, kuschligen Haare an den Ohren und das seidige, schwarze Fell, und natürlich die gute Figur :)
Um einen Bericht über Sarah  zu schreiben sind extra aus Hamburg zwei Damen angereist. Sarah hat sich excellent verhalten und das Fotoshooting geduldig über sich ergehen lassen.
Zur Belohnung erhielt Sarah einen Fresskorb mit frischem Heu, Äpfeln und etwas Kraftfutter.


Also, gönn dir was Besonderes.
Ich wünsche dir viel Freude mit deiner Patenkuh.

Der Bauer Franz aus dem Allgäu